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Chorische Vielfalt im Domgarten Speyer – ein ganz besonders Konzert

Im Rahmen der geplanten Chorfeste in den sechs Kreischorverbänden des Chorverbandes der Pfalz hat sich der KreisChorVerband Südliche Rheinpfalz etwas Wunderbares einfallen lassen. Auf der steinernen Bühne im Domgarten Speyer wurde am 22.07.23 kurzerhand eine professionelle Bühne aufgebaut und Chor begeisterte Bürger zu einem abendlichen Picknickkonzert eingeladen. Wer nicht gerade mit Decke und Campingstuhl anrückte, der hatte noch die Möglichkeit, zahlreiche Bierbänke zu nutzen. Es zeigte sich kaum noch ein freies Fleckchen auf der Wiese vor der Bühne.

Um 19:00 Uhr startete der Deutsch Rock Chor Dudenhofen unter der Leitung von Reiner Diehl das Programm mit ausschließlich deutschen Rock Titeln. Und da gibt es erstaunlich viele von den „ 7 Brücken“ bis hin zu „Hier kommt Alex“. Den Sängern war die Freude an diesem Genre an zu merken und die Begeisterung an der rockigen Ausdrucksweise. Ganz besonders waren die Eigenbearbeitung des Wellerman Songs, der in Coronazeiten eine fröhliche Wiederbelebung feierte und Dank des deutschen Textes bei vielen für ein „Aha-Erlebnis“ führte. Wer weiß schon was ein Wellerman eigentlich macht? Rainer Diehl hat nach 7 Jahren mit diesem Part auch seine Aufgabe als Kreischorverbandsleiter aus beruflichen Gründen abgeschlossen und wurde würdig verabschiedet.

Der Männerchor aCHORrat aus Harthausen avancierte gleich zum Publikumsliebling. Die 20 Männer auf der Bühne unter der Leitung von Timo Töngi zeigten mit dem Song „Was ist schon dran an einem Mann“ was sie musikalisch können und nahmen mit Move und Grove das Publikum begeistert mit. So viel Action und ein perfekt artikulierter Wortwechsel auf afrikanischer Art mit dem Titel „Lalela Zulu“ auf der Bühne will gekonnt sein, und wenn man das noch sexy und mit viel Spaß rüber bringt, dann ist das ganz großes Chorkino. Besonders ist auch, was Timo Töngi teilweise textet und damit das Spannungsfeld zwischen den Geschlechtern so interessant beleuchtet, dass jeder gebannt zuhört und immer mehr hören will. „Sexbomb“ riss das Publikum zu glücklichen Jauchzern hin, bei dem Lied mit der Dame im Herrenklo (Titel: das letztes Lied vor der Pause) lachte es befreit und bei „Sweet Carolina“ war begeistertes Mitmachen angesagt.

Die Happy Voices aus Zeiskam, erst seit 3 Jahren unter der Leitung von Janina Möller, zeigten eine ganz andere Facette des Chorgesangs. „Don´t stop me now“ war Programm, chorische Freude und Begeisterung wurde mega genau und akkurat intoniert, ohne dass dabei die Dynamik zu kurz kam. Balladen, Hymnen bis hin zu aktuellen Charts, alles zog die Zuhörer in den Bann. Ganz großer Klang war der „Engel“ von Ramstein der so herausragend gesungen wurde, dass es einem Tränen in die Augen treiben konnte. Man hat schon viel gehört, aber dieser Beitrag war einzigartig. Teilweise mit Cajon und E-Piano, teilweise a capella und solistisch, der Chor in pretty Pink begeisterte und animierte in „Get on my love“ alle zum Mitsingen vor der Bühne. Wie weit willst Du gehen, wurde dann im Lied „Hungriges Herz“ gefragt, das Publikum wäre gerne noch viel weiter mitgegangen,

Der Männerchor Wörth (ein Traditionschor der bereits 1844 gegründet wurde) zeigte wiederum auf, was an Männerchören jahrzehntelang faszinierend war: Stimmgewalt durch präzis eingesetzte Bässe, die mit den Tenören vortrefflich harmonierten. Matthias Tropf setzte durchaus auf Tradition beispielsweise dem Eröffnungsstück „Bajazzo“. Mit dem Südtiroler Klassiker „Benia Calastoria“ wehte Melancholie durch die Reihen, die Stimmung wechselte dann aber leichtfüßig und nicht „Willenlos“ zu „Männer mag man“. Die Herren sind nicht zu unterschätzen, auch wenn einige von Ihnen bereits im fortgeschrittenen Alter sind.Der Klang dynamisch und präzise, astrein in Intonation, Aussprache und Rhythmik. Hochprofessionelle Shanty Interpretationen („the Drummer and the Cook“) und eine phantastischer Wechselgesang im südafrikanischen „Shosholoza“ zeigten, dass Tradition bei der Umsetzung in die Moderne nie verkehrt sein kann.

Hans Hofmann (Vorsitzender des KCV Südliche RheinPfalz) hatte nicht zu viel versprochen, es war ein wunderbarer Abend, der die Bandbreite der Chormusik streifte und zum Mitmachen einlud. Wolf-Rüdiger Schreiweiß (Präsident des Chorverbandes der Pfalz) hatte da nicht wirklich viel zu ergänzen und beließ es bei einem herzlich gemeinten Danke.

 

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